2008 Alfred Schmitt

Im Zuge der Rheinbegradigung wurden die Inseln Kisselwörth und Sändchen durch Krippenbau und Uferaufschüttung stark vergrößert. Heute trennt nur der "Nachenarm" als Zufahrt zum Rhein beide Inseln.

Nach der Rheinbegradigung

Die rechte Abbildung zeigt die Inseln Kisselwörth und Sändchen nach der Rheinbegradigung.

Auf Kisselwörth wurde das gewonnene Land intensiv genutzt. Streuobstwiesen und Viehweiden prägten lange das Bild der Insel, bis Mitte des letzten Jahrhunderts großflächig Pappeln als schnellwachsendes Nutzholz gepflanzt wurden.

Kisselwörth und Sändchen

In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zogen die letzten Kisselwörther aufs Festland. Obstbau und Viehzucht wurden aufgegeben und dem Ausbau der B9 fiel nicht nur ein großer Teil des Mühlarms, sondern auch die Stromleitung des Inselhauses zum Opfer.

Ein Sportplatz und ein Strandbad auf der baumfreien Nordseite ermöglichten den Nackenheimern eine kurze Nutzung in den Sommermonaten. Heute betreibt der DLRG dort eine Rettungsstation mit kleinem Badebetrieb. Im Juli/August sind zwei Sommerfeste Höhepunkte für die Besucher, die auch nur dann die Insel mit der Fähre erreichen können.

Luftbild von Kisselwörth